Aktuell keine Kanaren-Kreuzfahrten mit Madeira – Das ist der Grund!

Aktuell keine Kanaren-Kreuzfahrten mit Madeira – Das ist der Grund!

© www.kreuzfahrt-aktuelles.de
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Darum sind Kreuzfahrten auf den Kanaren derzeit nur mit spanischen Häfen möglich?

Bereits seit November 2020 haben sich die Kanarischen Inseln als Fahrtgebiet in der Corona-Pandemie etabliert und nur so war es möglich, dass seitdem ein unterbrechungsfreier Betrieb auf dem europäischen Markt möglich war. Durchgehend ist hier TUI Cruises unterwegs und zwischenzeitlich haben auch AIDA Cruises und Hapag Lloyd Cruises den Betrieb vor Ort wieder aufgenommen. Auch nicko cruises nimmt am kommenden Samstag den Betrieb vor Ort mit dem World Voyager auf.

Auch wenn es sich um unterschiedliche Kreuzfahrtanbieter handelt, so haben die angebotenen Reisen eines gemeinsam – es werden jeweils nur spanische Häfen angesteuert. Das ist im Vergleich zu Kanaren-Kreuzfahrten vor Beginn der Corona-Pandemie eine Besonderheit. Üblicherweise wurden bei den Reisen vor Corona auch beispielsweise Madeira / Portugal, Marokko, die Azoren oder die Kapverdischen Inseln angesteuert. 
Auch innerhalb der Pandemie wurden solche Reisen vermarktet, doch schlussendlich nie so durchgeführt, sondern immer umgeplant.

Der Grund hierfür geht auf die getroffenen Vereinbarungen mit den spanischen Behörden zurück, auf Basis dessen die Reedereien die Genehmigungen erhalten. Teil dieser Bestimmungen, die notwendig sind, um eine Genehmigung zu erhalten, ist beispielsweise das Vorhandensein eines fundierten Hygiene- und Sicherheitskonzepts, Vorhalten von Quarantäne-Kapazitäten an Land mittels Hotels und die Maßgabe, dass lediglich spanische Häfen während der Kreuzfahrten angelaufen werden dürfen. Letzteres ist schließlich der Grund dafür, warum Ziele wie Madeira oder Marokko aus den Routenplänen der Kreuzfahrtanbieter verschwunden sind. Läuft man Häfen außerhalb Spaniens an, so gilt dies als internationaler Tourismus und dieser wird nicht akzeptiert. Umgekehrt bedeutet das, dass Reisen mit rein spanischen Zielen Inlandstourismus darstellt. 

Die Reedereien müssen diese Bedingungen akzeptieren, denn ohne das erhalten Sie keine Genehmigung der spanischen Behörden. Würden die Schiffe trotzdem in anderen Häfen außerhalb Spaniens anlegen, so dürften sie anschließend nicht mehr in Spanien festmachen. Das ist natürlich nicht im Sinne der Reedereien.

Diese Bedingungen sind nicht neu und gelten bereits seit Beginn der Kanaren-Saison im November letzten Jahres.

Möglich sind jedoch Fahrten entlang der Küste oder in einem Hoheitsgebiet eines anderen Landes – so hat dies beispielsweise TUI Cruises mit Panoramafahrten entlang der Kapverdischen Inseln, Gibraltar oder Madeira gemacht. Das Schiff darf, wie bereits beschrieben, eben nicht in den ausländischen Häfen festmachen.

Selbstverständlich würden die Reedereien gerne auch Ziele außerhalb der Kanaren ansteuern, jedoch werden sie sicherlich dafür nicht die Genehmigung Spaniens aufs Spiel setzen. Es handelt sich also nicht um Willkür der Unternehmen, sondern man hält sich hier gezwungenermaßen an die Auflagen der örtlichen Behörden Spaniens.

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