Ab 15. Juni: Reisewarnung für 31 europäische Länder wird in Reisehinweise umgewandelt!

Ab 15. Juni: Reisewarnung für 31 europäische Länder wird in Reisehinweise umgewandelt!

© www.kreuzfahrt-aktuelles.de
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Weltweite Reisewarnung wird für 31 europäische Länder in einzelne Reisehinweise ersetzt – Europäisches Sommerurlaub rückt ein Stück näher

Heute gab es eine Nachricht auf die sicherlich viele Reiselustige sehnsüchtig gewartet haben. Alle deutschen Leitmedien berichten davon, dass Bundesaußenminister Heiko Maas bekanntgegeben hat, dass die weltweite Reisewarnung in der derzeit gültigen Version ab dem 15. Juni 2020 nicht mehr bestehen soll, da es für 31 europäische Länder keine Warnung mehr geben soll, sondern gezielte Reisehinweise. Für Länder außerhalb Europas habe man zum jetzigen Zeitpunkt keine konkreten Maßnahmen beschlossen.

Die weltweite Reisewarnung wurde im März vom Auswärtigen Amt kommuniziert, als sich die Coronavirus-Pandemie zunehmend zuspitzete und die Infektionsketten nicht mehr nachvollziehbar waren und sich das neuartige Virus schlagartig weltweit verbreitete.

Die Umwandlung in Reisehinweise betrifft die 26 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und die 5 weiteren europäischen Länder Großbritannien, Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz. Nun erscheint der innereuropäische Urlaub in diesem Sommer wieder deutlich wahrscheinlicher zu werden. 
Eine kleine Randbedingung für die finale Umsetzung dieses Beschlusses gibt es allerdings noch, denn am 15.06.2020 muss die Entwicklung es auch zulassen, dass eine Aufhebung der Reisewarnung gewissenhaft umgesetzt werden kann. 

Die Reisehinweise für die einzelnen Länder sollen ab der Aufhebung der Reisewarnung greifen und bei Bedarf gar täglich aktualisiert werden. Dennoch habe man sich laut Maas mit der Entscheidung schwer getan. Der Bundesaußenminister macht auch klar, dass Reisehinweise keine Reiseeinladungen seien. Inhaltlich könnten die Hinweise auch so gelagert sein, dass man von Reisen in das jeweilige Land abrate. Dies soll beispielsweise für Großbritannien der Fall sein, da die aktuellen Regelungen dort besagen, dass sich Einreisende in Quarantäne begeben müssen. 
Für Spanien und Norwegen werde sich die Aufhebung der Reisewarnung jedoch auch noch verzögern, da dort jeweils noch über den 15. Juni hinaus entsprechende Einreisesperren bestehen. Maas erwarte eine Aufhebung der Sperre für Spanien zum 21.06.2020.

Sollte durch die Lockerung eine erneute Corona-Welle entstehen und das Ganze nicht mehr beherrschbar sein, ließ Maas auch schon in der Vergangenheit verlauten, dass es keine groß angelegte Rückholaktion wie vor Kurzem mehr geben werde. Nach dem ersten Ausbruch wurden über 200.000 Deutsche aus dem Ausland zurück nach Deutschland geholt.

Was diese Meldung nun für die Kreuzfahrtbranche bedeuten wird bleibt ebenfalls offen. Insbesondere für die Flusskreuzfahrtbranche handelt es sich um ein starkes Signal zur Wiederaufnahme des Betriebs. Vielfach laufen hier schon Abstimmungen mit allen Beteiligten oder wurden sogar schon umgesetzt. Mit der nickoVISION ist das erste Flusskreuzfahrtschiff wieder mit Gästen an Bord auf eine Kreuzfahrt aufgebrochen. Auch A-ROSA hat entsprechende Pläne erarbeitet und möchte am 17.06.2020 wieder die erste reguläre Kreuzfahrt durchführen.

Ob auch die Hochseekreuzfahrt davon profitieren kann bleibt offen, denn hier gibt es noch einige Widrigkeiten, die z.B. mit der höheren Passagierkapazität, den verschiedenen Häfen und den Hygienekonzepten zusammenhängen. So müssen weiterhin auch noch Pläne erarbeitet, was passieren würde, wenn ein Corona-Fall an Bord ausbrechen sollte. In einer solchen Situation müssten sich beispielsweise Häfen dazu bereit erklären, das Schiff anlegen zu lassen. Doch in jüngster Vergangenheit wurden insbesondere Meldungen zu TUI Cruises publik, die Kurzkreuzfahrten ab / bis Deutschland und gegebenenfalls Griechenland planen. 
Klar ist jedoch, dass die Kreuzfahrten und die Urlaube allgemein nun anders aussehen werden, als vor Corona.

Nichts desto trotz dürfte diese Entscheidung bei allen Unternehmen der Tourismusbranche positiv aufgenommen worden sein.

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1 Kommentar zu „Ab 15. Juni: Reisewarnung für 31 europäische Länder wird in Reisehinweise umgewandelt!“

  1. Norbert Decker

    Es wäre zu schön um wahr zu sein oder werden::::Kreuzfahrten noch in diesem Jahr;? – Viele Kreuzfahrtschiffe liegen (mit Besatzung) irgendwo auf Reede und möchten die Crew-Mittglieder endlich nach Hause entlassen, andere Reedereien würden gerne wieder Kreuzfahrt machen, haben aber Schwierigkeiten (schlechte Flugverbindungen etc.) Crew-Mitglieder an Bord zu bringen. – Was die reiselustigen Touristen nicht wollen, 2- 3 tägige Kaffeefahrten in der Nord- und Ostsee mit überzogenen Preisen „an der Bar“. – Genau so wenig kann ich verstehen, das nach wie vor fleißig inseriert wird für Kreuzfahrten in diesem und im nächsten Jahr, obwohl es keine „Garantie“ gibt, das sie wirklich stattfinden werden. …d.h. viele Umbuchungen, Stornierungen, Ärger, etc. sind schon vorprogrammiert.
    Norbert

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