Phoenix Reisen bietet erneut Kreuzfahrtschiffe als Unterkunft für Flüchtlinge an

Phoenix Reisen bietet erneut Kreuzfahrtschiffe als Unterkunft für Flüchtlinge an

© Phoenix Reisen
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Hilfe für Flüchtlinge aus Moria – Unterkunft auf Kreuzfahrtschiffen?

Die Situation in dem durch einen Brand zerstörten Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos ist bekanntermaßen mehr als angespannt.
Folglich gibt es einige Lösungsansätze aus der Politik, die mal mehr und mal weniger dazu geeignet sind die Situation zu entschärfen und in geregelte Bahnen zu bringen. 

In den letzten Tagen kamen vermehrt Forderungen von Politikern auf, dass man Kreuzfahrtschiffe als Unterkünfte für die Flüchtlinge zur Verfügung stellen könnte. Zwischenzeitlich gibt es laut einem Artikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) konkrete Angebote von Reedereien. Diese seien bereit Schiffe zum Selbstkostenpreis zur Verfügung zu stellen. Auch in Deutschland operierende Unternehmen seien bereit zu helfen und für Gespräche offen. Konkret genannt werden die Hamburger Reederei TUI Cruises und der Bonner Kreuzfahrtanbieter Phoenix Reisen.

Im Falle von Phoenix Reisen handelt es sich um die Wiederholung eines Angebots, denn bereits zu Beginn der Pandemie, als alle Schiffe bereits außer Dienst gestellt wurden, bot der Bonner Reiseveranstalter die Unterbringung von Flüchtlingen auf den Kreuzfahrtschiffen der Flotte an. Damals sei der Vorschlag des Unternehmens jedoch von der Politik abgelehnt worden und somit wurde es nicht realisiert.
Nun ist es anders herum und die Forderung kommt aus der Politik, sodass eine Realisierung möglicherweise doch zustande kommen könnte.

Laut der FAZ habe Phoenix Reisen Gründer und Geschäftsführer Johannes Zurnieden nun erneut angeboten, dass man ein Kreuzfahrtschiff der Flotte zur Verfügung stellen würde. Er soll gesagt haben: „Um Geld geht es uns nicht. Wir würden das Schiff auch verschenken“. Weiterhin habe er ausgeführt: „Wir haben Schiffe, die nutzlos in Deutschland liegen, während die Menschen auf Lesbos ohne Toiletten sind und nicht wissen, wo sie schlafen sollen“. 

Zwar bietet Zurnieden die Schiffe aktiv an, doch glaube er laut weiteren Medienberichten nicht wirklich daran, dass dieses Angebot diesmal angenommen wird – denn schließlich sei es schon einmal abgelehnt worden. Der Phoenix Reisen Gründer Johannes Zurnieden selbst ist als ein sehr sozialer Geschäftsführer bekannt und er sei sehr besorgt um die aktuelle Situation vor Ort. Somit kommt man zu dem Schluss, dass es sich in diesem Fall um einen humanitären Akt handelt und nicht mögliche Einnahmen im Fokus stehen könnten. Seitens einzelner Politik scheint der Ansatz jedoch so zu sein, dass es für die Reedereien eine alternative Einnahmequelle sein könnte, da das reguläre Geschäft nicht möglich sei.

Die Kreuzfahrtschiffe, die durch den Bonner Reiseveranstalter Phoenix Reisen betrieben werden, stehen bereits seit Monaten still. Derzeit ist auch noch kein Neustart der Flotte absehbar. Das besondere Routing, für das das Bonner Unternehmen bekannt ist, erschwert den Neustart in Pandemie-Zeiten deutlich.
Folglich könnte Phoenix Reisen ein oder mehrere Schiffe als Flüchtlingsunterkunft zur Verfügung stellen, denn eine zeitnahe Aufnahme des regulären Gästebetriebs ist derzeit unter den nötigen Bedingungen nicht absehbar.

Ob das Angebot von Phoenix Reisen nun angenommen wird, bleibt offen und abzuwarten.

Laut dem FAZ-Artikel sei auch TUI Cruises, Betreiberin der Mein Schiff-Flotte, durchaus gesprächsbereit. Allerdings gibt man hier auch zu Bedenken, dass es sich bei der humanitären Hilfe und der Unterbringung von Flüchtlingen um staatliche Aufgaben handle.
Bei TUI Cruises befinden sich zurzeit drei von sieben Schiffen wieder in Betrieb – das heißt umgekehrt gesprochen sind vier Schiffe derzeit noch außer Betrieb und ohne Aufgabe. Aktuell gibt es noch keine Informationen dazu, wann diese vier Schiffe den Betrieb wieder aufnehmen sollen.

Ob wirklich ein Kreuzfahrtschiff von TUI Cruises als Unterkunft für Moria-Flüchtlinge genutzt wird, wird sicherlich in den nächsten Tagen oder Wochen bekannt werden.

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