Meyer Werft: Diese Neubauten kommen bis 2026!

Meyer Werft: Diese Neubauten kommen bis 2026!

© Carnival Cruise Line
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Aktuelle Neubauplanungen der Meyer Werften in Papenburg und Turku 

Norwegian Bliss, AIDAnova, Mein Schiff 2, Costa Toscana, Spectrum of the Seas und Spirit of Discovery – sie alle haben eine große Gemeinsamkeit, sie alle wurden von den Meyer Werften in Papenburg und Turku gefertigt. Aber alle werden von unterschiedlichen Reedereien betrieben. Das Kundenfeld der Meyer Werften ist enorm, streckt sich von deutschen Betreibern bis hin zu Royal Caribbean International, die die größten Kreuzfahrtschiffe der Welt beheimatet (nicht bei Meyer gefertigt!).

Noch zu Beginn der Pandemie musste man sich beinahe Sorgen um die Werften machen, denn es kamen einige Probleme auf die Kreuzfahrtbranche und damit auch auf die Fertigungswerften der Neubauten zu. Unter anderem wurden Schiffe durch die Coronamaßnahmen deutlich verspätet ausgeliefert, einige Reedereien wollten die Neubauten zum eigentlichen Termin auch gar nicht mehr haben. 

Über Wochen und Monate liefen Verhandlungen deren Ergebnisse dahin führten, dass die Meyer Werften ihre Auftragsbücher in die Länge strecken konnten. So konnte die Werft sich sichern, die Reedereien mussten „ungewünschte“ Neubauten nicht zu früh abnehmen. Eine positive Wendung für alle Beteiligten. 

Der letzte ausgelieferte Neubau ist noch gar nicht so lange her, hierbei handelt es sich um Disney Wish, die erst am 14.07.2022 zu ihrer offiziellen Jungfernfahrt aufgebrochen ist. Ihre Fertigung erfolgte in Papenburg. Hier wird auch P&O Arvia, der zweite LNG Neubau für P&O Cruises derzeit gefertigt und in diesem Jahr noch fertiggestellt. Das Schiff wird schätzungsweise im Oktober über die Ems geführt, soll den Dienst im Dezember aufnehmen. 

Parallel arbeitet Meyer Turku an der Fertigstellung von Carnival Celebration, dem zweiten LNG Kreuzfahrtschiff für die Carnival Cruise Line. Auch sie soll noch in diesem Jahr den Betrieb aufnehmen, ist für einen Start im November 2022 vorgesehen. 

Neubauten 2023

Nicht weniger spannend geht es in 2023 weiter. Mit der Icon of the Seas eröffnet die Meyer Werft für Royal Caribbean International eine ganz neue Schiffsklasse, deren Typschiff die besagte Icon of the Seas sein wird. Zum aktuellen Zeitpunkt sind drei Neubauten dieser Schiffsklasse geplant, pro Schiff sollen 5000 Passagiere einen Platz an Bord finden. Im Hinblick auf das Wachstum der Reederei ist es nicht unvorstellbar, dass weitere Aufträge für die Klasse folgen könnten. Mit der Auslieferung von Icon of the Seas ist im Herbst 2023 zu rechnen. 

In Papenburg wird der nächste große Neubau bei allen Neubau-Fans von AIDA Cruises wohl für ein tränendes Auge sorgen. Hier wird Ende nächsten Jahres die Carnival Jubilee fertiggestellt. Diese war eigentlich als drittes LNG Kreuzfahrtschiff für AIDA Cruises vorgesehen. Aufgrund der Corona-Pandemie und der vielen Schiffsverschrottungen und Verkäufe bei Carnival Cruise Line wurde später aber entschieden, dass das Schiff an die CCL übertragen wird. 

Neben den beiden Riesen entsteht in Papenburg auch eine neues Schiff für den Ultra-Luxus-Markt. Die Silver Nova ist wohl der wichtigste Neubau im nächsten Jahr, denn sie ist das erste Kreuzfahrtschiff, das Meyer für Silversea Cruises fertigen darf. Geplant ist ein LNG Antrieb in Kombination mit einer Brennstoffzellen, final ist die Beförderung von 728 Passagieren vorgesehen. Im Sommer 2023 wird Silver Nova gemäß Planungen ausgeliefert. 

Neubauten 2024

Wie in 2023, wird es auch in 2024 insgesamt drei Neubauten der beiden Meyer Werften aus Papenburg und Turku geben. Aus Turku wird es ein wichtiges neues Kreuzfahrtschiff für den deutschen Markt geben, denn TUI Cruises wird in 2024 die Mein Schiff 7 erhalten. Nachdem in 2023 Mein Schiff Herz die Flotte verlassen wird, kann die Hamburger Reederei so die Bettenkapazität nicht nur ausgleichen, sondern erhöhen. Leider wird es sich hierbei nicht um ein LNG Kreuzfahrtschiff handeln. Mein Schiff 7 ist als baugleiche Schwester von Mein Schiff 1 und Mein Schiff 2 vorgesehen. 

In Papenburg sollen zwei Neubauten in 2024 entstehen. Hierbei handelt es sich nicht um neue Baureihen, sondern ebenfalls Fortführungen. Zum Einen wird es eine Schwester von Silver Nova geben, zum Anderen eine Schwester für Disney Wish. Beide Neubauten für 2024 sind an dieser Stelle noch unbenannt. Einen richtigen Giganten wie AIDAcosma, P&O Arvia o.ä. wird es in dem Jahr also nicht geben (Vergleich: AIDAcosma 183.500 BRZ / Disney Wish 135.000 BRZ). Disney Wish, wie auch der Neubau 2024 gehören der sogenannten Triton Klasse an, die neue Bauklasse von Silversea (inklusive Silver Nova) nennt sich Evolution-Klasse. 

Neubauten 2025

Für 2025 sind derzeit zwei Kreuzfahrtschiff-Neubauten von Meyer eingeplant. Das dritte Kreuzfahrtschiff der Icon-Class von Royal Caribbean International soll in Turku fertiggestellt werden, der dritte Neubau der Triton Klasse für Disney Cruise Line ist in Papenburg bestätigt. Zusätzlich wird in Papenburg ein unbenanntes Schiff mit Platz für 744 Passagiere für Nippon Yusen und die „Njord“ für Ocean Residences Development gebaut.

Neubauten 2026

In 2026 sieht es aktuell eher dünn aus – was die veröffentlichten und bestätigten Bestellungen angeht – hier stehen der vierte Icon-Class-Neubau (Turku) und die „Meteor IV“ (Papenburg) auf dem Plan. Mit Hinblick auf die Laufzeit bis 2026 heißt das natürlich noch lange nicht, dass in diesem Jahr kein weiteres Kreuzfahrtschiff mehr gefertigt wird. Es ist durchaus möglich, dass noch Bestellungen folgen oder vereinbarte Optionen auf weitere Neubauten einer Bauklasse gezogen werden. Dies wird allerdings erst die Zeit zeigen. Es ist nicht vorstellbar, dass es nur bei diesen Neubauten bleibt. 

Carnival Corporation als wichtigster Kunde der letzten Jahre

Die Groß-Bestellung der Carnival Corporation lange vor der Corona-Pandemie war auch im Nachgang ein Segen für die Meyer Gruppe. NEUN Kreuzfahrtschiffe hat der größte Kreuzfahrtkonzent der Welt bei Meyer bestellt. Neun LNG Kreuzfahrtschiffe, die einen neuen Maßstab für die Branche gesetzt haben. Auch umwelttechnisch war diese Bestellung immens wichtig, da Meyer so ausreichend Erfahrung in der Fertigung und dem Einbau dieses Antriebs sammeln konnte – auch wenn LNG mit Blick in die Zukunft wohl ein Übergangsprodukt bleiben wird. Meyer arbeitet bereits seit vielen Jahren an den nächsten Schritten. 

Ursprünglich waren bei den neun Kreuzfahrtschiffen drei Neubauten für AIDA Cruises, zwei Neubauten für Costa Kreuzfahrten, zwei Neubauten für Carnival Cruise Line und zwei Neubauten für P&O Cruises geplant. Die AIDA und P&O Schiffe sollten in Papenburg gebaut werden, die für Costa und Carnival in Turku. 

Wie allerdings vorab schon berichtet, wird der dritte AIDA Neubau nun ein Schiff für die Carnival Cruise Line. Damit wird die Reederei in Summe zwei Neubauten aus Turku, einen aus Papenburg erhalten. Carnival Corporation ist unter anderem die Muttergesellschaft von AIDA Cruises (gehört zur Costa Gruppe), Costa Kreuzfahrten, P&O Cruises und Carnival Cruise Line. 

Diese neun Neubauten waren in der Bestellung beinhaltet (nach Reederei, nicht Auslieferung sortiert!): 

  • AIDAnova, AIDAcosma, P&O Iona, P&O Arvia (folgt 2022), Mardi Gras, Carnival Celebration (folgt 2022), Carnival Jubilee (folgt 2023), Costa Smeralda, Costa Toscana 

Was folgt ab und nach 2026? 

Mit Blick auf 2026 ist klar zu sagen, dass die aktuellen Bestellungen für das Jahr nicht ausreichend sein werden und sicherlich noch etwas folgen wird – wenn nicht sogar unter Vorbehalt schon geschehen. Die Reedereien werden in Hinblick auf die aktuelle Situation (Vor-Corona-Kapazitäten wurden noch nicht wieder erreicht) auch vorsichtig bei Neubauten sein. Auch die Meyer Werft hatte ihren Bauplan bewusst in Absprache mit den Kunden gestreckt, da davon auszugehen war, dass die Unternehmen sich mit Bestellungen zurückhalten werden. 

In Zukunft ist in Papenburg und Turku aber durchaus mit weiteren Bestellungen, unter anderem auch von Carnival Corporation, zu rechnen. Alleine die Neubauten von AIDA Cruises sind in Zukunft wieder von Meyer zu erwarten. Zwischen 2007 und 2013 wurden hier erfolgreich die Neubauten der Sphinx-Klasse und modifizierten Sphinx Klasse gefertigt. Die Hyperion Klasse um AIDAprima und AIDAperla wurde in Japan gebaut – mit jeweils rund einem Jahr Verspätung und einer Erkenntnis, die dazu führte, die nächsten Neubauten, AIDAnova und AIDAcosma, wieder bei Meyer zu platzieren. 

Auch bei vielen weiteren Reedereien und Konzernen hat die Meyer Werft sicherlich berechtigte Hoffnungen auf weitere Neubauten. Eine vorhandene Problematik ist hier jedoch, dass Meyer einige Größenordnungen vor allen in Papenburg (durch die Überführung der Ems) nicht erreichen kann. Fraglich ist jedoch wie lange die Unternehmen immer größer und größer bauen möchten. 

Durch die Corona-Pandemie ist eine große Lücke entstanden – bei den kleineren Kreuzfahrtschiffen. Von ihnen wurden viele verschrottet und an deutlich kleinere Reedereien abgegeben. Die Zukunft ist offen und bleibt spannend. Was jedoch klar ist: im Punkt der Umweltfreundlichkeit wird es in den nächsten Jahren wieder große Schritte in die richtige Richtung geben. AIDA Cruises wünscht sich das erste emissionsneutrale Kreuzfahrtschiff in 2030. Wer sollte das fertigen, wenn nicht Meyer? 

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