MEYER WERFT: Abbau von 340 Stellen in Papenburg – Sanierung des Konzerns – Schaffung eines Aufsichtsrats

MEYER WERFT: Abbau von 340 Stellen in Papenburg – Sanierung des Konzerns – Schaffung eines Aufsichtsrats

© Meyer Werft
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MEYER WERFT erzielt umfassende Rahmenvereinbarung über Personalanpassung  

Geschäftsführung und Arbeitnehmervertretung der MEYER WERFT haben eine umfassende Rahmenvereinbarung hinsichtlich der notwendigen Maßnahmen zur Reduzierung der Personalkosten erzielt. Dieses Paket trägt zur Wiederherstellung der Wettbewerbsfähigkeit der MEYER WERFT bei und ermöglicht so eine erfolgreiche Sanierung des Unternehmens in den kommenden Jahren. Zudem haben sich die Verhandlungspartner (Geschäftsführung, Betriebsrat, IG Metall) darauf verständigt, perspektivisch einen paritätischen Aufsichtsrat sowie einen Konzernbetriebsrat zu etablieren. 

Die Belegschaftsstärke am Standort Papenburg – also MEYER WERFT GmbH & Co. KG, MEYER WERFT Rohrzentrum GmbH & EMS Maritime Services – wird bis zum 31.12.2030 insgesamt mindestens 3.100 Mitarbeitende betragen. Damit ist der Personalabbau (ohne Fluktuation) mit 340 Vollzeitstellen niedriger als die zunächst avisierten 440 Vollzeitstellen. In der Fertigung betrifft dies 107 Stellen, der verbleibende Anteil von 233 Stellen entfällt auf Bereiche außerhalb der Fertigung der MEYER WERFT.  

Die Personalanpassungen werden so sozialverträglich wie möglich gestaltet (z.B. durch ein Freiwilligenprogramm, Aufhebungsverträge, etc.). Betriebsbedingte Kündigungen sind das letzte Mittel und sollen bestenfalls vermieden werden.  

„Wir haben im Sinne der Beschäftigten und der gesamten MEYER Gruppe ein beachtliches Ergebnis erzielt. Dies ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer erfolgreichen Sanierung des Unternehmens. Es waren dem Sachverhalt entsprechend schwierige, aber zu jeder Zeit konstruktive Gespräche. Das Gesamtpaket reflektiert schon heute absehbare Unterauslastungen und sichert in diesem Rahmen zugleich eine Belegschaftsstärke von deutlich mehr als 3000 Beschäftigen“, sagt Ralf Schmitz, Chief Restructuring Officer der MEYER WERFT.  

Das Personalabbauprogramm ist in zwei Phasen aufgeteilt: Bis zum 31. März 2025 gilt ein mit dem Betriebsrat zu vereinbarendes Freiwilligenprogramm, erst nach dem 31. März 2025 sind auch betriebsbedingte Beendigungskündigungen möglich. 

Bereits ab August 2024 wird über einen Zeitraum von ca. 18 Monaten mit einer temporären Unterauslastung in einigen Bereichen gerechnet. Diese sollen insbesondere durch Kurzarbeit und/oder Qualifizierungsmaßnahmen abgefangen werden. Details dazu sollen spätestens bis zum 31. August 2024 gesondert vereinbart werden.

STATEMENT DER FAMILIE MEYER
im Namen von Bernard, Tim, Jan und Paul:

„In erster Linie geht es uns um ein erfolgreiches Fortbestehen des Familienunternehmens. Die jetzt von Geschäftsführung und Arbeitnehmervertretung geschlossene Rahmenvereinbarung ist die Basis für eine positive Zukunftsperspektive der MEYER WERFT. Es ist eine belastbare Lösung im Sinne des Unternehmens, der Beschäftigten, Zulieferer und damit für die Region bzw. den maritimen Standort Deutschland.

Die perspektivische Bildung eines Aufsichtsrats tragen wir mit und sind überzeugt, dass es in diesem Gremium eine konstruktive, vorausschauende Zusammenarbeit geben wird.

Die MEYER WERFT ist attraktiv für einen temporären Einstieg neuer Gesellschafter, und genau das lässt die Rahmenvereinbarung zu – unabhängig davon, ob der Investor öffentlich oder privat ist.

Die Familie ist sich ihrer unternehmerischen Verantwortung bewusst, wir nehmen diese sehr ernst in dem Wissen, dass es um die Zukunft der MEYER WERFT mit vielen Tausend Mitarbeitenden an den Standorten und bei den Zulieferern im ganzen Land geht. Deshalb stehen wir für eine zukunftsfähige Lösung.“

[Pressemitteilungen der MEYER WERFT]

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