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MV Hondius liegt weiterhin vor den Kapverden – Drei hilfebedürftige Personen ausgeflogen – weiterer Ex-Passagier mit Hantavirus infiziert
Bei Passagieren des Expeditionsschiffes MV Hondius des niederländischen Unternehmens Oceanwide Expeditions wurde das Hantavirus nachgewiesen. In den letzten Wochen kam es zu drei Todesfällen, wie wir bereits berichteten. Oceanwide Expeditions arbeitet seit einigen Tagen gemeinsam mit der WHO sowie verschiedenen lokalen Behörden am weiteren Vorgehen.
Zwei Passagiere, die dringend medizinische Versorgung benötigen, wurden mittlerweile mit einem Spezialflugzeugen in die Niederlande ausgeflogen. Weiterhin ist auch eine dritte Person mit im Flugzeug, die keine Symptome aufweist, aber engen Kontakt mit der Person hatte, die am 02.05.2026 an Bord verstarb.
Da die weiteren Passagiere und Crewmitglieder der MV Hondius das Schiff weiterhin nicht verlassen dürfen, da die Behörden der Kapverden dies verbieten, hat Oceanwide Expeditions mit dem Niederländischen Institut für öffentliche Gesundheit und Umwelt Maßnahmen für die Versorgung aller an Bord befindlichen Personen getroffen. Heute treffen zwei Fachärzte für Infektionskrankheiten auf dem Schiff ein, um die medizinische Situation an Bord zu stabiliseren.
Derzeit steht Oceanwide Expeditions mit den Behörden der Kanaren in Abstimmung, um die MV Hondius dorthin zu überführen und die Personen an Bord auszuschiffen. Hierfür sind einige Maßnahmen zu treffen, sodass die Organisation Zeit in Anspruch nimmt. Erst wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, wird die MV Hondius von den Kapverden Kurs auf die Kanaren nehmen, was circa drei Tage in Anspruch nimmt.
Heute wurde zusätzlich bekannt, dass ein ehemaliger Passagier der MV Hondius, der die Teilstrecke von Ushuaia nach St. Helena absolviert hat, positiv auf das Hantavirus getestet wurde und sich in Behandlung im Universitätsklinikum Zürich befindet. Somit ist die Zahl der infizierten ehemaligen Passagiere auf drei gestiegen. Die Zahl von drei Verstorbenen Personen ist dabei gleich geblieben.
Aktuelles Statement von Oceanwide Expeditions:
6. Mai 2026, 14:45 Uhr MEZ
Wir können bestätigen, dass die drei zuvor gemeldeten Personen, die auf eine medizinische Verlegung warteten, erfolgreich von der m/v Hondius von Bord gegangen sind und sich nun mit einem medizinisch ausgestatteten Flugzeug auf dem Weg zu Orten befinden, die spezialisierte Versorgung und entsprechende medizinische Untersuchungen gewährleisten können. Zwei der Personen befinden sich weiterhin in einem ernsten Zustand. Die dritte Person, die derzeit keine Symptome aufweist, stand in engem Kontakt mit der Person, die am 2. Mai 2026 an Bord verstarb. Die beiden symptomatischen Personen wurden bisher nicht positiv auf Hantavirus getestet.
In Zusammenarbeit mit dem RIVM (Niederländisches Institut für öffentliche Gesundheit und Umwelt) erweitert Oceanwide Expeditions die medizinische Versorgung an Bord mit zwei Fachärzten für Infektionskrankheiten, die heute aus den Niederlanden eintreffen. Dies gewährleistet, dass im Bedarfsfall in der nächsten Phase dieser sich entwickelnden Situation eine optimale medizinische Versorgung gewährleistet werden kann.
Zum jetzigen Zeitpunkt ist die Weiterreise der m/v Hondius zu den Kanarischen Inseln geplant. Oceanwide Expeditions steht in engem und kontinuierlichem Austausch mit den zuständigen Behörden bezüglich des genauen Ankunftsortes, der Quarantäne- und Screening-Verfahren für alle Gäste sowie eines präzisen Zeitplans. Details zur Weiterreise der Gäste können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bestätigen. Dies hängt von medizinischen Empfehlungen und den Ergebnissen strenger Screening-Verfahren ab. Die enge Zusammenarbeit mit lokalen und internationalen Behörden, darunter die WHO, das RIVM, die zuständigen Botschaften und das niederländische Außenministerium, wird fortgesetzt.
Das Schweizer Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat bestätigt, dass ein Passagier, der die erste Etappe der Reise (Ushuaia nach St. Helena, 1.–24. April 2026) mitgemacht hat, positiv auf das Hantavirus getestet wurde und sich derzeit im Universitätsspital Zürich in Behandlung befindet. Seine ihn begleitende Ehefrau zeigt keine Symptome, befindet sich aber vorsorglich in Selbstisolation. Oceanwide Expeditions steht diesbezüglich mit den zuständigen Behörden in Kontakt. Alle Gäste dieser Reise wurden von Oceanwide Expeditions benachrichtigt.
Damit erhöht sich die Gesamtzahl der bestätigten Hantavirus-Fälle im Zusammenhang mit dieser Reise auf drei:
- Am 26. April, nach der geplanten Ausschiffung, verstarb ein Gast auf der Heimreise. Bei ihm wurde eine Variante des Hantavirus nachgewiesen
- Am 27. April erkrankte ein Passagier schwer und wurde medizinisch nach Südafrika evakuiert. Er wird derzeit auf der Intensivstation in Johannesburg behandelt und befindet sich in einem kritischen, aber stabilen Zustand. Der Passagier ist britischer Staatsangehöriger. Bei ihm wurde eine Variante des Hantavirus nachgewiesen.
- Am 6. Mai bestätigte das BAG, dass ein Passagier, der die erste Etappe der Reise angetreten hatte, positiv auf Hantavirus getestet wurde und derzeit im Universitätsspital Zürich behandelt wird.
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