AIDA Cruises beantragt im Zuge der Corona-Krise einen Millionen-Kredit

AIDA Cruises beantragt im Zuge der Corona-Krise einen Millionen-Kredit

© www.kreuzfahrt-aktuelles.de
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AIDA Cruises soll einen Kreditantrag in Höhe von 400 Millionen Euro gestellt haben 

Unbestreitbar befindet sich die Kreuzfahrtbranche derzeit in der schwersten Krise seit ihrem Bestehen. Auslöser hierfür ist die omnipräsente Corona-Pandemie mit all ihren Auswirkungen. Keine Reederei weltweit ist davon verschont.
Die Unternehmen kämpfen derzeit um den Erhalt ihrer Wirtschaftlichkeit – dafür wurden unter anderem hohe Kredite aufgenommen, Schiffe verkauft, Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt oder gar entlassen. Dies sind nur einige wenige der zahlreichen Maßnahmen die weltweit von den Kreuzfahrtanbietern ergriffen wurden. 

Nun soll auch die Rostocker Reederei AIDA Cruises, die seit März 2020 gerade einmal zwei Kreuzfahrten absolvieren konnte (zwei einwöchige Abfahrten der AIDAblu ab 17.10. in Italien), einen Antrag auf „Staatshilfe aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds“ gestellt haben, so berichtet es ndr.de.

Laut NDR 1 Radio MV soll es im Detail gar um einen Kredit in Höhe von 400 Millionen Euro gehen. Der Antrag sei demnach von einem Bankenkonsortium eingereicht worden sein. Weiterhin berichtet die Quelle, dass auch eine Beteiligung Mecklenburg-Vorpommerns im Gespräch sei, dennoch sei die KfW IPEX wie bei derartigen Vorgängen gewohnt, federführend. Auf Anfrage habe AIDA Cruises die Gespräche bereits bestätigt. 

AIDA Cruises ist die deutsche Tochter der italienischen Costa Gruppe -diese wiederum gehört zum größten Kreuzfahrtkonzern der Welt, der amerikanischen Carnival Corporation. Insgesamt beinhaltet die Carnival Corporation neun Kreuzfahrtmarken. 

In der aktuellen Situation gibt es auch für den größten Kreuzfahrtkonzern der Welt sehr große Herausforderungen durch den Stillstand zu bewältigen. Insgesamt wurden im Laufe der Pandemie bereits 18 Kreuzfahrtschiffe der Marken verkauft. Ob es zu weiteren Schiffsabgängen kommen wird ist vollkommen abhängig von der Entwicklung der Situation. Erst im September berichtete Orlandoweekly.com, dass die Carnival Corporation durch den Stillstand über 17.000 US-Dollar pro Minute verliere. Die Carnival Corporation selbst meldete bereits einen Verlust von über 4,4 Milliarden Dollar in der Zeit der Pandemie. Zwischenzeitlich dürfte diese Zahl noch einmal gestiegen sein. 

AIDA Cruises hatte im Oktober 2020 endlich den Neustart gewagt, jedoch musste die AIDAblu nach der ersten Reise in Italien wieder umgeroutet werden, denn es entstanden während der ersten Kreuzfahrt vom 17.10. – 24.10.2020 neue Corona-Risikogebiete in Italien. Nach der zweiten Kreuzfahrt ab dem 24.10.2020 war dann für die AIDAblu und somit für komplett AIDA Cruises wieder Schluss. Aufgrund des neuen Lockdowns in Deutschland entschied sich AIDA Cruises dafür den November zu pausieren – obwohl auch AIDAmar und AIDAperla in diesem Monat hätten auf den Kanaren starten sollen. 

Nun liegen die Hoffnungen darauf, dass es im Dezember deutlich besser laufen wird. 

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