A-ROSA behält sich nun doch vor innerdeutsche Risikogebiete anzufahren, sofern es keine Alternativen mehr gibt!

A-ROSA behält sich nun doch vor innerdeutsche Risikogebiete anzufahren, sofern es keine Alternativen mehr gibt!

© www.kreuzfahrt-aktuelles.de
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Immer mehr innerdeutsche Gebiete werden Risikogebiete – A-ROSA könnte Strategie ändern diese nun doch anzufahren

Derzeit steigen die Corona-Infektionszahlen im In- und Ausland rasant an und so ist es nicht verwunderlich, dass immer mehr Regionen im Ausland und auch in Deutschland zu Risikogebieten erklärt werden. Das macht es für die Kreuzfahrtanbieter zunehmend schwieriger. 

Die Rostocker Reederei A-ROSA Flussschiff GmbH wirbt seit einiger Zeit mit dem Leitsatz „MIT A-ROSA SICHER REISEN – 100 % URLAUBSERLEBNIS!“. Dahinter verbergen sich verschiedene Maßnahmen, die die Sicherheit von Gästen und Crew gewährleisten, aber auch den Betrieb sichern sollen. Aktuell hält A-ROSA an allen Kreuzfahrten auf dem Rhein und der Donau fest und führt diese durch, jedoch sind die ursprünglich geplanten Routen in keinem Fall mehr fahrbar, denn A-ROSA gibt an stets alternative Fahrpläne zuarbeiten, die keinen Halt in Risikogebieten enthalten. Die Reederei behält sich auch vor die Flusskreuzfahrten als sogenannte „Blaue Reisen“ – sozusagen ohne Panoramafahrt als Landgänge durchzuführen.

Dadurch, dass die Alternativen immer geringer werden hat A-ROSA reagiert und behält sich nun vor doch Häfen in Risikogebieten entlang des Rheins anzulaufen. Auf der Internetseite schreibt das Unternehmen:

Sollte es aufgrund flächendeckend steigender Infektionszahlen nicht mehr möglich sein, Alternativhäfen anzulaufen, behält sich A-ROSA vor, in deutschen Regionen mit erhöhtem Infektionsrisiko Halt zu machen. Hierüber werden die Gäste vor Reiseantritt informiert. In den Häfen können die Gäste wahlweise an Bord bleiben und die dortigen Wellness-, Fitness-, Unterhaltungs- sowie kulinarischen Angebote nutzen oder auf eigenes Risiko individuell an Land gehen. In Regionen mit einem erhöhten Infektionsgeschehen bietet A-ROSA keine organisierten Landausflüge an.

Geplant ist es also, dass auch deutsche Städte in Risikoregionen angelaufen werden und die Gäste vor Reiseantritt darüber informiert werden.
Interessant ist der Aspekt, dass dann dort keine von A-ROSA organisierten Landausflügen angeboten werden, sondern nur individueller Landgang. Dies ist genau konträr zu den Regelungen der Hochsee-Reedereien, die derzeit keinen individuellen Landgang zusammen, sondern nur in Form von Reederei-Ausflügen. Dahinter steckt der Grund, dass sich die Ausflugsgruppe dann in einer Art Blase befindet und der Kontakt zu Außenstehenden auf ein Minimum zurückgefahren wird.
A-ROSA geht dementsprechenden einen anderen Weg. Dieser ist in großem Maße von der Disziplin der Reisenden abhängig. Treten die Gäste einen individuellen Landgang an – in einem Risikogebiet oder nicht – ist es wichtig, dass sich alle an die dort geltenden Regelungen halten, um die Mitreisenden und die Mitarbeiter an Bord nicht zu gefährden. Insbesondere ist dies auch wichtig, da bei A-ROSA kein Coronatest vor Reisebeginn erforderlich ist und es kein tägliches Fiebermessen gibt, um mögliche Infektionen zu erkennen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Konzept in Hohen Maße vom Verhalten der Gäste abhängt.

Wie üblich entscheidet der Passagier selbst ob er von Bord geht oder nicht. Sollte er das in einem Risikogebiet machen, sollte er sich vorab erkunden was das für ihn für weitere Maßnahmen nach sich zieht. In einigen Städten, Gemeinden, Landkreisen oder Bundesländern zieht der Aufenthalt in einem Risikogebiet eine Quarantäne nach sich, in anderen wiederum nicht. Auf Grund der vielfältigen Regelungen ist dies gar nicht so einfach, doch bereits vor Reisebeginn sollte sich der Passagier dazu Gedanken machen, um keine böse Überraschung zu erleben. 

Sollte A-ROSA wirklich doch Halt in innerdeutschen Risikogebieten machen, so der beworbene Punkt „Alternative Fahrpläne ohne Halt in Risikogebieten – bei Bedarf als „Blaue Reise“ -, daher minimales Quarantänerisiko für Reiserückkehrer“ deutlich aufgeweicht.

Andere Flusskreuzfahrtanbieter jedoch habe ihre Reiserouten in der jüngeren Vergangenheit kaum angepasst und machen nach wie vor Halt in innerdeutschen Risikogebieten. Da die Anzahl der Risikogebiete stetig größer wird, bleibt den Anbietern mehr oder weniger auch nichts mehr anderes übrig. Alternativen dazu wären lediglich Flusskreuzfahrten ohne Landgänge oder die Absage von Reisen.

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